Walhai Adventure Tour vom Bituon Beach Resort zur Insel Leyte, Philippinen
Los geht's!
Gestartet wird diese Zweitages-Tour vom
Bituon Beach Resort, wo die Tour bewusst als
Abenteuer Tour angeboten wird. Üblicherweise sind 6-10 Teilnehmer mit von der Partie.
Freitag Früh gegen neun Uhr schiffen wir uns auf der Banka ein. Alle haben sich schon in Neopren gepackt, da die Überfahrt verspricht feucht zu werden. Tuckernd schiebt sich die Banka durch die Wellen vom Bituon Beach Resort Richtung Leyte. Etwa fünf Stunden soll die Überfahrt dauern. Platsch! Schon wieder eine Welle, die seitlich über den Bug kommt. Hinten steigt Rauch aus der Banka auf. Keine Panik! Es wird nur über offenem Feuer am Heck gekocht. Schliesslich sollen die Gäste nicht verhungern.
Tiki-tiki - der Walhai
Am späten Nachmittag ist die Küste der Insel Leyte erreicht. Zwei Späher-Boote mit Walhai-Scouts legen kurz an. Dann geht es los: Schnorchelzeug an, Kamera klar und ab in die mitgebrachten Zodiaks! So tuckert die kleine Flotte den Küstenabschnitt entlang. "Tiki-tiki!" (Walhai!) ruft einer der philippinischen Scouts und fuchtelt in der Luft. Mit Volldampf zischen die beiden Zodiaks zum angegebenen Punkt. Nun muss es schnell gehen. Alle fertig? Platsch -- Verdammt, ist der gross!!!
Der Versuch, den langsam dahin gleitenden Walhaien mit Schnorchel und Flossen zu folgen, ist nicht lange von Erfolg gekrönt. Daher geht es wieder zurück aufs Zodiak, das einen wieder vor die Nase des Walhais bringt. Das geht solange bis der Walhai abtaucht, oder man selbst genug hat. - Auf dieser Tour kommen wir bis auf Armlänge an die sanften Riesen heran. Ein unbeschreibliches Gefühl und bleibendes Erlebnis!
"Genug Walhai gesehen? Habt ihr Lust auf einen Nachttauchgang hier?" Was für eine rethorische Frage, die Ralf der Basisleiter stellt. Natürlich! Nach einer Stunde unter Wasser auf fremden Terrain, tapsen wir über die dunkle Dorfstrasse Richtung Treffpunkt 'Haus des Pfarrers' - das ist alles was wir über den Treffpunkt wissen. Die Dorfstrasse ist ein schmaler, löchriger und buckliger Betonstreifen. Links und rechts Bauten, die in Europa bestenfalls als Hütten bezeichnet werden. Hunde bellen und folgen uns.
Das Haus des Pfarrers
Das Haus des Pfarrers wird von Neoprenanzügen markiert und ist unschwer zu erkennen. Vor dem Haus sind die anderen Tour-Teilnehmer schon bereit fürs Abendessen. Wir wollen uns noch kurz Duschen und Frischmachen nach einem vollen Tag im Neopren. "Da hängt der Schlauch", meint einer der Mitstreiter. Zwei Meter neben dem Esstisch am Tor zur Dorfstrasse hängt ein grüner Wasserschlauch, dessen alter Spritzenkopf gelegentlich abfällt. "Wasser kostet hier nichts." Dusche und Waschraum wären also geklärt. Na dann! Für die Kinder im Dorf sind die "Langnasen", wie die Fremden von den Philippinos genannt werden, natürlich die Attraktion des Abends. Gespannt und lachend umringt eine Gruppe die duschenden Taucher.
Nach ein paar Minuten sind auch die Nachttaucher fertig fürs Abendessen. Es gibt Fleisch, Fisch, Reis und Kartoffel. Einfach zubereitet schmeckt es allen nach dem anstregengenden Tag. Schnell ist auch der mässige Biervorrat des Dorfes vertilgt. Dann geht es in die Quartiere schliesslich wollen wir morgen ab fünf Uhr Früh wieder auf Walhai-Schau gehen. Die meisten übernachten im Haus des Dorfpfarrers. Wenige werden in andere Privathäuser ausgelagert. Die Unterkünfte sind sehr, sehr einfach. Insbesonders die Sanitäranlagen führen einem vor Augen, dass man in einem Entwicklungsland urlaubt. Aber alles ist sauber und die Gastgeber sind zurückhaltend, fast scheu, aber sehr freundlich.
Tagwache
Samstag um fünf Uhr ist Tagwache und geht es zurück aufs Boot. Während wir frühstücken sind die Walhai-Scouts schon wieder unterwegs. Gerade nippen wir den ersten Schluck Kaffee. Tiki-tiki! Walhai! - "Wollt ihr in die Zodiaks?" So eine Frage! Sind wir auf einer Walhai-Tour oder nicht? Also rein! Wieder paddelt das Rudel Schnorchler mit dem Walhai um die Wette. Warum sind die Walhaie nur so schnell? Nach ein paar Stunden auf und im Wasser hat die Truppe genug. Jetzt noch ein entspannender Tauchgang an der Küste von Leyte und dann beginnt Rückfahrt.
Neptun scheint uns diesmal wohlgesonnen. Der Wind steht im Rücken und die Wellen treiben uns zurück Richtung Bohol. Auch das Feuer am Heck ist auch schon wieder am lodern. Der Duft von gegrilltem Fleisch macht hungrig. Und so tuckert die Partie bis zum Abend zurück ins Bituon Beach Resort.
Zurück ins Bituon Beach Resort geht es
hier.