


Tauchen am Freibach Stausee (Kärnten)
Lage und Anreise
Südlich zwischen Klagenfurt und Gallizien liegt der Stausee der Kärntner Elektrizitäts AG (Kelag) auf 736m Seehöhe. Im Jahr 1957 wurde der Stausee von den Kärntner Elektrizitätswerken in Betrieb genommen. In den Monaten Juli und August hält der Betreiber den Wasserstand auf Maximalniveau. Zu dieser Zeit beträgt die Maximaltiefe am Nordrand des Sees knapp vor der Staumauer 30m. Wassertemperatur im Sommer liegt um die 20° in der Oberfläche. Hinweis: Tauchen ist an allen Stauseen nach Auskunft der lokalen Guides verboten, wird aber am Freibach Stausee geduldet, solange dort umsichtig getaucht wird.
Tauchbasen
Am und in der unmittelbaren Umgebung des Freibach Staussee gibt es keine Tauchbasis. Man muss daher genug gepresste Luft von einer der Tauchbasen der weiteren Umgebung herankarren. Von der Tauchbasis Easydive am Klopeiner See fährt man beispielsweise ca. 25min mit dem Auto.
Tauchplatz - Buffet
Man taucht zwischen den beiden Steinen des Badeplatzes "Buffet" knapp über Grund auf 3-4m mit einer Peilung von 210° für ca. 10-15min. Kommt man in tiefere Gewässer, ist man zu weit "rechts". Man erreicht eine Abbruchkante, an der man in einem sanften Rechtsbogen entlang taucht bis man die "alte Mühle" erreicht. Dort gibt es die alten Grundmauern und besonders das Fundament des alten Wasserrades zu sehen. Unmittelbar neben bzw. hinter der Mühle sieht man noch den Verlauf des ehemaligen Baches. Danach geht es mit Kurs West bis zum Westufer des Stausees.
Das Westufer ist durch zahlreiche überhängende und versunkene Äste beliebter Standort von Aiteln, die in beachtlicher Zahl und Grösse dort im 1-2m Bereich anzutreffen sind. Während man nordwärts taucht also den Blick immer ans Ufer richten, in der Tiefe gibt es praktisch nichts zu sehen. Auf etwa zwei Drittel des Streckenabschnitts Westufer erreicht man eine winzige Bucht, deutlich am Seeboden durch dunkles, verrottendes Laub zu erkennen. Auch dort lohnt es sich die paar Meter ins Flachwasser zu tauchen, um dort nach Fischen Ausschau zu halten. Danach geht es am Westufer frei nach Laune weiter Richtung Norden, bis der Flaschendruck bei 80-100 bar zur Rückkehr mahnt.
Zurück geht es auf meist geradem Ostkurs zuerst abwärts auf ca. 13-14 Meter und dann mit Grundsicht zurück zur Einstiegstelle am Ostufer. Ein von der Unterwasserlandschaft relativ eintöniger Teil, der eigentlich nur durch die erfrischende Kühle der tieferen Wasserschichten nochmal die Fischbegegnungen auf der anderen Seite ins Gedächtnis ruft und Freude auf den Ausstieg macht.
Dieser Tauchplatz ist wie viele Süsswasserreviere kein Revier für "Riff-an-rechter-Schulter"-Taucher. Peilung vor dem Tauchgang nehmen und UW-Navigation sparen viel Luft und Missmut. Als Tipp für "See-Neulinge" kann man nur einen geführten Tauchgang empfehlen, der über die Tauchschule Easydive am Klopeiner See organisiert werden kann.
Parkplätze sind vorhanden. In der Hochsaison, wenn das Buffet in Betrieb ist, gibt es auch sanitäre Anlagen, die in der Nebenssaison leider geschlossen sind. Dafür wird man in der Nebensaison mit traumhafter Ruhe und einem beeindruckenden Echo belohnt. Ohren auf über Wasser!
(Stand 2006)






