Übernachtung
Zahlreiche Campingplätze, Gasthöfe, Hotels, Pensionen und landwirtschaftliche Betriebe ermöglichen eine problemlose Unterkunft rund um den See.
Kulinarische Tipps
Landgasthof Ragginger in Nussdorf am Attersee mit angeschlossener Metzgerei ist überregional bekannt für die ausgezeichnete Qualität. Heisser Tipp für kalte Finger: ein Leberkäs-Semmerl zum Mitnehmen hat schon manchen auf den Geschmack gebracht.
Die Tauchplätze im Einzelnen
Zelleraufsatz/ÖWR
Am Westufer zwischen Nussdorf und Zell liegt der gut ausgebaute Badeplatz 'Zelleraufsatz', ca. 500m weiter südlich der etwas weniger adrette, aber ebenso interessante Badeplatz "ÖWR". Neben einem ordentlichen, öffentlichen WC im ÖWR Häuschen und zwei festinstallierten Umkleide-paravants gibt es am ÖWR Platz noch einen festmontierten Tisch und Bank. Parken kostet ca. 3 € pro Auto via Parkscheinautomat. Mitten in der Liegewiese ist ein kleiner Bereich betoniert, sodass man auch bei Regenwetter ohne matschige Füsse in den Anzug kommt. Der Einstieg erfolgt entweder direkt vom Ufer in einem Bereich mit groben Schotter oder über einen breiten Holzsteg mit zwei robusten Badeleitern.
Der Tauchplatz liegt in einer kleineren relativ seichten Bucht. Der Grund fällt vom Schotter im Einstiegsbereich erst relativ rasch auf ca. 6m ab und verläuft dann in sehr sanftem Gefälle bis weit in den See hinaus. Der Grund ist mit dem üblichen 'Seegras' bewachsen. Dazwischen liegen gelegentlich blanke Stellen, die aus dem üblichen See-moder bestehen. An diesen Stellen gilt besonders: Flossen hoch! Sonst ist die Sicht schnell auf knapp über Null. Und: Augen auf! Zahlreiche Aale aalen sich gerne auf diesen Bereichen.
Abgetaucht wird üblicherweise 'nach links'. Hält man vom Abtauchpunkt (ca. 8m vom Badesteg entfernt) exakt Kurs Nord 0° oder hantelt sich an der 9,5m Isobathe entlang, erreicht man nach ca. 3-5 Minuten ein versenktes Ruderboot vor dessen Spitze sich ein sehenswerter ehemaliger Bojenanker aus betongefüllten "Milibitsch'n" (Milchkannen) befindet. Taucht man in nordöstlicher Richtung weiter, findet man mit etwas Glück einen Baumstumpf an dem zur Unterhaltung der Taucher ein paar bunte Fische befestigt sind. Nachdem man eine zeitlang in der Graslandschaft getaucht ist, wendet man sich je nach Position nach Süden oder Südwesten. Folgt man der 8m Isobathe, stösst man unweigerlich auf grosse Rohrleitungen, von denen sich zwei auf 8 Meter Tiefe kreuzen.
Folgt man (wenn man selbst auf Südkurs ist) der "ersten rechts" nach oben verlaufenden, kommt man Punktgenau beim Badesteg wieder aus dem Wasser. Interessant ist auf dieser Route noch der 5 Meterbereich vor dem Steg, der durch guten Bewuchst Unterstand für kleinere Fische und gelegentlich kleinere Hechte bietet.
Entscheidet man sich jedoch, an der 8 Meterkreuzung weiter nach Süden zu tauchen, setzt sich in der Grasbewuchs zur linken fort. Rechts wird durch eine Bachmündung allerlei Laub in den See eingespült. Hier verläuft nochmal eine grosse Rohrleitung in geringer Tiefe parallel zum Ufer.
In Summe ist es ein durchschnittlicher aber durch die geringe Tiefe sehr sicherer Tauchplatz. Ideal um sich nach längerer Pause wieder mal im Süsswasser einzutarieren. Durch fehlende Plattformen und den sedimentreichen Grund ist der Platz für Anfänger oder Ausbildungstauchgänge nur sehr bedingt geeignet.
Kohlbauernaufsatz
Der auf der Westseite nördlich von Unterach liegende öffentliche Badeplatz ist fest in Taucherhand. Reine Badegäste sieht man hier selten. Dieser Spitzenplatz auf der Taucherhitliste hat gute Gründe. Zum einen bietet der Tauchplatz eine sehr gute Infrastruktur mit (noch) kostenlosen Parkplätzen, Duschen, WC, überdachten Umkleidekabinen, zahlreichen Tischen und Bänken sowie gemauerten Grillgelegenheiten. Zum anderen liegt er nur ein paar Autominuten von der Füllstation der Austrian Divers in Unterach entfernt. Schliesslich bietet er sehr spannende Tauchmöglichkeiten von Steilwand bis vergrastem Flachwasserbereich, wobei die Steilwand der klare Favorit bei allen Atterseefans ist.
Diese Beliebtheit bringt allerdings auch einige Nachteile mit sich. An schoenen Sommertagen, insbesonders an Wochenenden herrscht hier Betrieb wie am Teutonengrill. Alle Bänke sind belegt, die Parkplätze rar und unter Wasser bekommt man schon mal die eine oder andere Flosse ins Gesicht, da die durch den regen Tauchbetrieb aufgewühlte Sedimentschicht vor allem im 3-6 Meterbereich die Sicht sehr stark einschränken kann.
Bei Regen meinen einige besonders schlaue Tauchkollegen dann auch noch die öffentlichen Umkleidekabinen als ihren persönlichen Stauraum verwenden zu müssen. - Leute, legt doch einfach eure Sachen, die trocken bleiben sollen, in eine kleine Wanne und stülpt eine grössere drüber! Das hält Eurer Zeug perfekt trocken und die Umkleiden bleiben ihrem Zweck entsprechend frei für alle.
Daher noch ein Tipp, der nicht nur für diesen Tauchplatz am Attersee gilt: Schon mal am Kohlbauernaufsatz an einem schönen Herbsttag unter der Woche getaucht? Nebensaison wirft die Langzeittouristen aus der Tauchstatistik und unter der Woche lassen sich auch kaum die Wochenend-Frischler aus München, Linz oder Wien am Attersee blicken. Kohlbauernaufsatz alleine betauchen - das ist schon eine spezielle Notiz im Logbuch wert!
Der Einstieg erfolgt über gemauerte Treppen oder ganz rechts über eine geschotterte Rampe. Die Stufenmauer ist im unteren Bereich mitunter ziemlich glatt und für die letzte Stufe sollte man einen grösseren Schritt einplanen. Der Grund fällt besonders auf der rechten Seite zügig ab.
Getaucht wird üblicherweise nach rechts. Taucht man gemütlich bis auf ca. 17m ab, kommt man an den oberen Rand der Steilwand. Die Wand besteht aus massivem Fels. Durch zahlreiche Risse und Spalten und intensiviert durch das grünliche Licht der verbleibenden Sonnenstrahlen bekommt diese Wand einen ganz eigenen, fast majestätischen Charakter. Die Wand fällt bis auf über 30 Meter fast senkrecht ab. Finimeter, Temperatur, Restnullzeit und Tauchpartner im Auge behalten, mahnt auf 18 Meter ein Gedenkstein, der an einen der zahlreichen Tauchunfälle am Attersee erinnert.
Ebenmann Aufsatz
An der B 152 zwischen Weyregg und Unterach befindet sich bei Kilometer 21,4 der Tauchplatz Ebenmann Aufsatz. Parkplätze, eine moderne WC-Anlage, Bänke und ein einfacher, flacher Einstieg bieten eine gute Infrastruktur für entspannte Tauchgänge.
Taucht man nach links ab, geht der schottrige Grund mehr und mehr in kurzen Bewuchs über, der Heimat zahlreicher Aale ist, die oftmals völlig bewegungslos im Bewuchs schlafen. Einige Baumstrukturen bieten Lebensraum für kleine Muscheln.
Weissenbach Delta
Ein wenig bekannter Platz, der besonders durch die kalte Strömung des Weissenbachs gekennzeichnet ist. Versunkene Äste, Treibgut an der Oberfläche und allerlei Kleinfisch bieten zwar kein Top-Taucherlebnis, aber einen alternativen Tauchplatz, wenn sich anderswo die Massen übers Ufer quälen. Es gibt dort allerdings keine weitere Infrastruktur wie WC oder ähnliches. Der Tauchplatz liegt zwischen Steinbach und Unterack unmittelbar neben der Mündung des Weissenbachs an der B152.
Der Einstieg ist für Attersee-Verhältnisse schwierig. In einer Lücke zwischen den Leitplanken geht es steil bergab an der Uferbefestigung. Für zwei, drei Meter kommt leichtes Gämsen-feeling auf. Taucht man nach rechts kommt man in die abwärtsgerichtete kalte Strömung des Weissenbachs. Nach links kann man hunderte Meter weit dem Ufer entlang mit unterschiedlichem Bewuchs tauchen.